Füttern durch fremde Frauen verboten!
Sie haben es geschafft. Sie sind stolze Besitzerin eines Männchens. Aber damit hören die Schwierigkeiten
noch lange nicht auf – nun stellt sich Ihnen die Aufgabe, für eine artgerechte Haltung Ihres Männchens zu sorgen.
Neben der Erziehung ist auch die Pflege des Männchens von äußerster Wichtigkeit. Regelmäßiges Waschen, Zahnpflege
und das Wechseln der Unterwäsche lernt das Männchen unter ihrer Anleitung schnell. Nach zwei Jahren hat es in der Regel auch
gelernt, den Müll zu entsorgen und Regale zu bauen. Ihr Männchen kann sich nun schon sehen lassen. Doch Vorsicht! Ein
Zweijahresmännchen ist sehr begehrt!
Viele, zu viele Frauen beginnen nun, sich für Ihr Männchen zu interessieren und tun alles, um es ihnen vor der Nase weg zu fangen.
Der beliebteste Weg, den besitzlose Frauen hier einschlagen, führt durch den Magen des Männchens - und zwar durch FLEISCH!
Füttern sie Ihr Männchen also um Himmels willen nicht ständig mit Gemüse, Obst und Rohkost! Dann nämlich wird es ständig hungrig
sein und für eine Bulette alles tun, sogar eine Ehe eingehen!
Die Sorge um eine gesunde Ernährung des Männchens wird ohnehin überschätzt. Eine Lebenszeitverkürzung durch zu cholesterin-
reiche Ernährung muss schließlich nicht unbedingt einen Nachteil darstellen. Schließlich haben die meisten Exemplare dieser Gattung
ja eine Lebensversicherung!
Also, merke: Pflege ja - gesunde Ernährung nein!
Was Sie vor, während und nach dem ersten Date unbedingt beachten sollten!
1. Sie sollten unbedingt zu spät kommen! Das Männchen muss auf Sie warten! Diese Wartezeit wird es mit Sehnsucht verwechseln,
und es glaubt jetzt schon, sie unbedingt zu brauchen. Falls Sie zu früh vor Ort sind, begeben Sie sich besser in ein anderes Lokal und
lassen sich von einem anderen Männchen zu einem Gläschen Champagner einladen. Denn sie sollten auf jeden Fall in dem Bewusst-
sein zu Ihrem Date erscheinen, dass sie alle haben könnten!
2. Essen Sie vorher! Denn wenn Sie hungrig zum Date kommen und sich eine Portion Eisbein bestellen, könnte dies Ihr Männchen
verunsichern. Bescheiden Sie sich mit einem Salat, das entspricht dem Klischee und stellt sicher, dass das Männchen in Ihnen ein
echtes Weibchen sieht.
3.Trinken sie auf keinen Fall zu viel Alkohol. Es könnte nämlich passieren, dass Sie das Männchen ungefragt küssen oder anders
„überfallen“ und in ihm dann das Gefühl auf kommt, es könnte die Führungsposition verloren haben. Auf jeden Fall wird das
Selbstbewusstsein des Männchens für diesen Abend beeinträchtigt sein. Nach einem solche Fauxpas wird es garantiert nicht zur
Paarung kommen, heute nicht und wenn sie Pech haben: Niemals!
4. Sollten Sie später das Lokal wechseln und einer ihrer Ex-Lover ist dort anwesend, dann bitte dringend einen Vorwand erfinden,
um dieses Lokal, hier umgehend wieder zu verschwinden. Auf jeden Fall noch bevor der Ex dem zu erobernden Männchen Prügel
androht!
5. Übernachten Sie bloß nicht bei Ihren neuen Männchen, wenn Sie zu viel getrunken haben. Es macht keinen guten Eindruck, wenn
Sie sich den ganzen Vormittag übergeben. Das ist ausschließlich bei One Night Stand zu empfehlen, dann nämlich wird das Männchen
garantiert nicht zum Stalker!
6. Falls Sie mehr von Ihrem Männchen wollen, bombardieren sie ihn bitte am nächsten Tag nicht alle zehn Minuten mit einer SMS.
Und bitte schreiben sie ihm keine Liebesgedichte!!! Das wäre absolut tödlich!
7. Vermeiden sie unter allen Umständen, Liebesballaden, oder romantische Statusmeldungen auf ihrer Facebook- Pinnwand!
Das betroffene Männchen
Unter einem betroffenen Männchen verstehen wir Männchen, welche sich ausschließlich mit Männchen paaren. Diese Spezies ist
emotional noch intakt, unverklemmt und nicht vom Aussterben bedroht wie das gemeine Männchen - sie ist in ihrem Balzverhalten
unschlagbar.
Wir erkennen das betroffene Männchen an seinem gepflegten Auftreten, guten Umgangsformen und seinem herausragenden
modischen Verständnis. Es erfreut sich äußerster Beliebtheit bei den gemeinen Frauchen, wird aber leicht mit dem metrosexuellen
Männchen verwechselt. Exemplare dieser Gattung finden wir häufig unter Modedesignern oder in Boy-Groups. Immer mehr gemeine
Frauchen suchen die Gesellschaft der betroffenen Männchen, gehen mit ihnen tanzen, ziehen mit ihnen durch Bars und haben viel
Spaß.
In meinen jahrelangen wissenschaftlichen Forschungen kam ich zu dem Ergebnis, dass das betroffene Männchen KEIN guter
Umgang für das gemeine Frauchen ist. Diese Frauchen werden nämlich dadurch für das gemeine Männchen verdorben.
Ein solcherart verwöhntes Frauchen erträgt nicht mal mehr zehn Minuten die Monologe des gemeinen Männchens, weigert sich,
das Fußballstadion zu besuchen, im Steakhaus zu essen oder zu einem AC/DC–Konzert zu gehen. Kurz, das Frauchen ist nicht
mehr kompromissbereit. Außerdem verkehrt es oft ausschließlich in Betroffenen-Bars und begegnet kaum noch einem gemeinen
Männchen.
Zu empfehlen ist der Umgang mit Betroffenen hingegen sehr wohl für andere Männchen. Schon nach einem Jahr kleiden diese
sich besser, lernen kultiviert zu essen, besuchen Theateraufführungen und vermögen in Ausnahmefällen sogar richtige Dialoge
zu führen.
Momentan ängstigt sich das gemeine Männchen noch, auf diese Weise zu lernen, jedoch beobachte ich den Trend, dass sich
die Männchentypen untereinander immer mehr vermischen. Das könnte künftig jegliche Erziehungsarbeit des Frauchens unnötig
machen.
Ich gehe davon aus, dass auch das gemeine Männchen wieder lernen wird zu jagen. Und mit ein wenig Glück werden die
verwöhnten Frauchen irgendwann auch wieder mit gemeinen Männchen verkehren, aber das kann Jahre dauern!
Darum: Hände weg, von den Betroffenen, meine Damen!
Balztänze
Die Zeiten der Balztänze sind vorbei. Das moderne Männchen hat alle Instinkte verloren: den des Jagens, des Bauens, des
Beschützens und schließlich nun auch noch den des Balztanzens. Das Werbeverhalten des Männchens existiert fast gar nicht mehr.
Früher konnten wir in Dorfdiskotheken noch beobachten, wie sich Männchen einem Balzkampf stellten, wie sie in der Drogerie
XXL Kondome verlangten oder Sonntags ohne T-Shirt das Auto wuschen. Nichts von alledem existiert mehr.
Woran erkennen wir nun, ob das Männchen an einem Paarungsakt interessiert ist?
Das Männchen ist immer interessiert, allerdings benötigt es heute viel stärkere Reize, denn seine Wahrnehmung ist ebenfalls
verkümmert. Eine Frau in Jeans, Chucks, Zopf und ohne Make up wird als geschlechtslos eingestuft, im schlimmsten Fall sogar
als Konkurrenz, wenn auch nur beruflich.
Blondiert, silikonisiert, botoxiert, maskiert und highheelisiert steigen die Chancen des Frauchens erheblich, eindeutige Reaktionen
zu provozieren. Zwar wird das Männchen nicht mehr richtig balzen, aber es beginnt zu stottern, zu schwitzen und zu sabbern.
Nun gilt es Stärke zu zeigen, denn schön ist ein solcher Anblick ja wahrlich nicht. Also: Stottern Sie mit, aber vermeiden Sie zu
sabbern. Das Schwitzen wiederum können Frauen in den Wechseljahren gut nutzen. Mit anderen Worten: Begeben Sie sich
soweit wie möglich auf die Ebene des Männchens.
Leider gibt es noch immer Frauchen, die meinen, Sie dürften bleiben, wie sie wollen, und würden dennoch zum Zielgelangen; doch
damit erreichen sie zumeist genau das Gegenteil.
Sehr gefährlich ist es zum Beispiel, in ganzen Sätzen zu reden oder das Männchen nicht zu einem Drink einzuladen.
Auch ist es nicht klug, es auf sein Schlauchen von Zigaretten aufmerksam zu machen. Wenn Sie von Ihrem Männchen erwarten,
dass es Sie charmant und zuvorkommend behandelt, verunsichern Sie es damit erheblich. Und bedenken Sie, ein verunsichertes
Männchen wird den Paarungsakt nicht zu Ihrer vollen Zufriedenheit vollziehen können.
Wir wissen, dass die Spezies des gemeinen Männchens sehr scheu geworden ist. Dadurch ist es äußerst selten geworden, einen
Balztanz in freier Natur beobachten zu können, aber es gibt tatsächlich vereinzelt noch solche Schauspiele!
Im Normalfall jedoch balzt das moderne Männchen heutzutage erst nach einem fehlerfrei vollzogenem Paarungsakt. Nun fühlt es
sich sicher und beginnt, über seine Leistung zu reden. Völlig fehlgeleitete Männchen balzen untereinander am Stammtisch und
berichten dort worttreich von ihren Paarungsqualitäten.
Und so lautet mein Resumee: Auch wenn es in der heutigen Zeit kaum noch möglich ist, einen echten Balztanz zu verfolgen, lohnt
es sich dennoch, einen Paarungsakt zu vollziehen. Denn der „Balztanz danach“ ist ungemein amüsant!
Hier gehts zur Bestellung!
zurück ...